Gründerzentrum für ökologische Bauberufe

Das Gründerzentrum entstand im Rahmen des Ökozentrums Nordrhein-Westfalen auf einem ehemaligen Zechengelände der Ruhrkohle AG. Das Zentrum ermöglicht ökologisch orientierten Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben des Baugewerbes für eine befristete Zeit preisgünstig sowohl Büro- als auch Werkstatt- und Lagerflächen anzumieten. Bis zu zwanzig verschiedene Unternehmen können dabei von den entstehenden Synergie- Effekten profitieren.

Die Hallen gruppieren sich um einen Werk- und Ladehof. Das Bürogebäude formt als Solitär eine Kante der neu entstandenen Platzsituation aus. Um flexibel auf die Vorstellungen der Jung-unternehmer reagieren zu können, sind Büros und Hallen frei einteilbar. Die innerhalb der Hallen vorgenommene thermische Zonierung lässt sich nachträglich verändern, so können unbeheizte Lagerbereiche bei Bedarf zu vollwertigen Werkstattflächen umgenutzt werden.

Bei der Konstruktion der Gebäude wurden nachwachsende Rohstoffe und Recyclingmaterial (Klinker) verwendet. Die Geschossdecken des Büros sind als Brettstapelverbundkonstruktionen gefertigt. Das Stahlskelett der Hallen ist mit Recyclingsteinen einer benachbarten Zeche ausgemauert. Die Holzdachmodule der Hallen sind mit recycelter Zellulose gedämmt.

Die Beheizung der Hallen erfolgt über eine Luftheizung. Die Außenluft wird je nach äußeren Bedingungen über einen Erdkanal oder über eine viergeschossige Kollektorfassade angesaugt. Die Wärme der Abluft wird der Zuluft zugeführt. Regenwasser wird teilweise zur Toilettenspülung verwandt.

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Typologie: Büro
Ort: Hamm
Land: Deutschland
Planungs-/Bauzeit: 09/1996 - 04/1998
Auftragsart: Neubau
Auftraggeber: LEG Landesentwicklungsgesellschaft NRW GmbH, Dortmund
Projektbeteiligte:

Tragwerksplanung: Ing.- Büro Dr. Meyer, Kassel

GTA: HLS-PLanung: Ingenieurbüro Prof. Dr. Hausladen, Kirchheim

Leistungsumfang: Architektur
Bruttogeschossfläche (BGF): 5380 m²
Auszeichnungen: Architektur-Preis "Architektur und Solarthermie" 2000

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