Sanierung und Erweiterung Stadthalle

Stadthalle und Stadthallengarten bilden ein Ensemble von hohem Wert. Die kräftige Architektur der Gebäudegruppe (1914) und der hohe Nutzungswert der Freiräume sind bei der Bevölkerung beliebt. Die Aufwertung der Stadthalle zu einem Tagungszentrum machte deutliche Eingriffe in diese Situation erforderlich. Die seitlichen Anbauten an der Stadthalle sind auf funktional Notwendiges minimiert. Sie setzen sich vom Bestand ab, respektieren dessen Eigenständigkeit. Das Hotel ist von der Stadthalle abgerückt und nimmt mit seiner Platzierung Rücksicht auf das vorhandene Gartenensemble des Stadthallengartens.

Der Altbau wurde nahezu komplett entkernt. Nach 80 Jahren Nutzung wurde eine vollständige Erneuerung der Gebäude- und Bühnentechnik erforderlich. Die Umbauten erfolgten unter Berücksichtigung denkmalpfl egerischer Anforderungen. Die vom Bestand unabhängigen Tragwerke der Halle und des Hotels wurden unter Gesichtspunkten einer rationellen Bauerstellung entwickelt. Die Herstellung der Bühnen- und Tribünenanlagen griff nicht in die denkmalwerte Substanz ein.

Die vorhandenen Gärten – Stadthallengarten, Konzertgarten und Rosengarten – blieben erhalten und wurden in ihrer Qualität für das Stadtquartier gestärkt. Ummauerte Gärten, Vorfahrt und Eingangszone wurden vorsichtig und mit einfachen Mitteln neu gegliedert.

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Typologie: Kultur | Ausstellung
Ort: Kassel
Land: Deutschland
Planungs-/Bauzeit: 1992 - 1995
Auftragsart: Neubau
Sanierung
Wettbewerbsbeitrag
Auftraggeber: Tagungszentrum Stadthalle GmbH
Projektbeteiligte:
  • Tragwerksplanung: Dr. Meyer, Kassel
  • Bühnentechnik: Werner, Gries + Partner, Duisburg
  • Landschaftsarchitektur: Latz-Riehl, Kassel/Freising
Leistungsumfang:
  • Architektur
  • Innenarchitektur

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