Umnutzung Stahlwerk

Östlich des CentrO Oberhausen wird auf dem Gebiet des erst vor wenigen Jahren stillgelegten Elektrostahlwerks ein Stadtteil neuer Prägung entstehen: Themenpark, Schaufenster der Zukunft, themenbezogenes Gewerbe. Als Zeuge der vergangenen Schwerindustrie wird als zentraler öffentlicher Raum die mächtige Hütte des E-Stahlwerks diesen Stadtteil wesentlich prägen.

Der Koloss des alten Stahlwerks wird entkleidet. Die banale Trapezblechverkleidung wird entfernt und durch ein neues Kleid ersetzt. Das schwere Tragwerk erhält eine leichte, fast schwerelos wirkende neue Hülle aus luftgefüllten Folienkissen. Es entsteht dabei ein öffentlicher Raum, der zwischen Innen und Außen oszilliert. Große, offene Ausstellungsfl ächen ergeben sich auf der Ofenebene und dem Erdgeschoßniveau. Kunst kann in direkten Dialog mit dem freigeschälten Stahlgerippe treten. In der Nachtansicht wird diese Mischung aus inszeniertem Industriedenkmal und zeitgemäßer Nachnutzung besonders deutlich.

Innerhalb der Klimahülle entstehen verschiedene Räume: die „Kathedrale“, das mit Glasbildern gefasste Mittelschiff der alten Halle, die Tram-Haltestelle, Läden, Restaurants, öffentliche Räume und Teile des Themenparks. Als Bindeglied zur Umgebung wird das Dach des Stahlwerks im Süden zu einem Vordach verlängert. Das Stahlwerk wird neu gerichtet – als sichtbares Zeichen für die neue Nutzung der alten Struktur.

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Typologie: Gewerbe
Ort: Oberhausen
Land: Deutschland
Planungs-/Bauzeit: 10/2000 - 02/2003
Auftragsart: Sanierung
Auftraggeber: Stadt Oberhausen
Projektbeteiligte:
  • TGA: Ove Arup and Partners, London/Berlin
  • Tragwerksplanung: Schlaich, Bregermann + Partner, Stuttgart
  • Brandschutz: Hosser, Hass + Partner, Braunschweig
Leistungsumfang: Architektur
Bruttogeschossfläche (BGF): 13000 m²

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