Aktiv-Stadthaus im Bestand Frankfurt

Das Projekt zeigt beispielhaft wie die großen Bestände an Mehrfamilienhäusern der 50er und 60er Jahre zukunftsfähig saniert werden könnten. Die bestehende Bausubstanz wurde fast vollständig erhalten und auf das Niveau des Effizienzhaus Plus Standards gebracht. Diese prototypische Sanierung kann einen weitgehend klimaneutralen Gebäudebestand ermöglichen. Die sich daraus ergebende Übertragbarkeit adressiert einen Gebäudetypus, der in Deutschland vielfach auf eine Sanierung wartet.
Der bauzeitliche Duktus der 50er Jahre Fassaden blieb erhalten und wurde behutsam modernisiert. Mit der Aufbringung von Wärmedämmung und der Erneuerung der Fenster wurde eine neue hellere Farbwahl in feinerem Putz getroffen. Die Dachneigung wurde geringfügig angepasst, um die Nutzbarkeit für den Dachausbau zu verbessern. Als Synergie erhöht sich die Fläche und der Ertrag aus der dachintegrierten PV-Anlage.
Das Konzept zur Energieversorgung des Gebäudes verfolgt das Prinzip des Nur-Strom-Hauses. Konsequent wird der Einsatz fossiler Brennstoffe und lokaler Emissionen vermieden. Durch die Eigenstromnutzung wird ein solarer Deckungsanteil von ca. 45 Prozent bezogen auf den Gesamtenergiebedarf inkl. Nutzerstrom erreicht werden. Im Jahreszyklus wird end- und primärenergetisch eine ausgeglichene Energiebilanz zwischen Bedarf und Erzeugung erreicht.

Typologie: Wohnen
Ort: Frankfurt am Main
Land: Deutschland
Planungs-/Bauzeit: 2016 - 2017
Auftragsart: Sanierung
Auftraggeber: ABG FRANKFURT HOLDING Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main
Projektbeteiligte:
  • Technische Gebäudeausstattung: energydesign Braunschweig GmbH
Leistungsumfang: Architektur
Auszeichnungen: Auszeichnung des Ideenwettbewerb „EnEff.Gebäude.2050“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

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