
Fortbildungsakademie Mont-Cenis

In Partnerschaft mit den französischen Architekten Françoise Hélène Jourda und Gilles Perraudin entstand auf dem 25 Hektar großen ehemaligen Zechengelände Mont-Cenis bei Herne ein Projekt der Internationalen Bauausstellung Emscher Park. Das als Stadtmittelpunkt inmitten einer ovalen Lichtung geplante Gebäude ist zugleich öffentlicher Raum mit städtischer Dichte und Meilenstein auf dem Weg in eine neue Energiezukunft.
Das Gebäude hat zwei Komponenten: die Außenhaut ist eine Klimahülle, deren Fassadenelemente aus einer Einfachverglasung und Photovoltaikmodulen bestehen. Durch die unterschiedliche Belegungsdichte dieser Module wird die Belichtung und Verschattung des Innenraumes ohne zusätzliche Maßnahmen gezielt gesteuert. Innerhalb der Hülle entsteht ein Klima, vergleichbar mit dem der mediterranen Zone.
Die Innenhäuser konnten nahezu wie Innenräume gebaut werden, da sie keine Anforderungen an Wind- oder Wetterdichtigkeit erfüllen müssen. Es ist weniger Fläche in den Innenhäusern erforderlich, da die Erschließungsflächen in dem bepflanzten Innen-Außenraum der Glashülle liegen. Natürliche Materialien bestimmen das Bild. Das Tragwerk des Außenhauses ist aus Holz, konstruktive Teile und die Verkleidungen der Innenhäuser ebenso. Das Gebäude hat 9.180 m² fassadenintegrierte Modulfläche und eine Gesamtleistung von 1 MWp.
Auszeichnungen
International LIGNA plus Award 2001 "HolzBauArchitektur"
Holzbaupreis Nordrhein-Westfalen 1999
Europäischer Solarpreis 1999
Bundeswettbewerb "Photovoltaik in Gebäuden" 1996
Projektbeteiligte
Tragwerksplanung | ARUP, London; Schlaich; Bergemann+Partner, Stuttgart
TGA | ARUP, London; HL Technik AG, Frankfurt am Main
Landschaftsarchitektur | Desvigne & Dalnoky, Frankreich, Versailles; Latz, Riehl und Schulz, Kassel


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